Royal Clipper

Der größte Windjammer der Welt

Eine Legende der Seefahrt wird Wirklichkeit: Der schwedische Reeder Mikael Krafft baute seinen dritten und jüngsten Luxussegler. Vorbild dafür ist die berühmte Preussen der Hamburger Reederei F. Laeisz. Das Fünfmast-Vollschiff, der größte und schnellste Segler seiner Zeit, war am 05. November 1910 nach einer Kollision mit einem britischen Kanaldampfer auf den Klippen von Dover aufgelaufen und in einem Sturm zerschlagen worden.

Der luxuriöse Nachbau ist bereits auf der Vlaading Oost - Werft in Rotterdam vollendet worden und wurde im Sommer 2000 in Monaco von Ihrer Majestät der Königin Silvia von Schweden getauft.

 

Statt Stückgut, Kohle oder Salpeter zu transportieren wie sein historisches Vorbild, wird der neue Supersegler in den schönsten maritimen Urlaubsgebieten der Welt als Kreuzfahrtschiff für sieben- und 14- Tage-Törns eingesetzt werden, aber auch für Transatlantikfahrten. Reeder Krafft, der schon als kleiner Junge von Großseglern fasziniert war, hat bereits viel Erfahrung in dem Geschäft.
Zu Beginn der 90ger Jahre ließ er die beiden Viermast-Barkentinen Star-Flyer und Star-Clipper bauen, jede mit komfortablen Platz für 170 Passagiere. Die Royal Clipper bietet Platz für 224 Passagiere im extravaganten Ambiente ( Interieur Design v. Donald Starkey, London ,Foto li. mit C. Hartmann). Der 16,5 Meter breite, 5000-Tonner mit einer Länge von 132 Metern und einer Segelfläche von ca. 5000 Quadratmetern ist nun das größte Segelschiff der Welt.  

C.Hartmann (l.) und D.Starkey (r.) bei der Präsentation in London Photo: Phillipp v. Recklinghausen

 
Die historische Preussen im Original hatte wie viele Segelschiffe ihrer Zeit keine Galionsfigur mehr. Sie zierte eine sogenannte Krulle, die in eine umfangreiche Bugornamentik überging. Hier unterscheidet sich die Royal Clipper von der äußeren Erscheinung ihres Vorbildes. Sie bekam das Gesicht eines ganz bestimmten Menschen. In früheren Zeiten war es durchaus üblich, daß die Segler mit den Abbildern des Reeders oder seiner Familienangehörigen versehen wurden. Hier nun ist die Tochter des Reeders Marie Krafft als Galionsfigur dargestellt.
 
   

 
Marie Krafft mit dem Gips- modell ihres Gesichtes
 
Letzte Streich-abeiten fanden am Bug unter erschwerten Bedingungen in Cannes statt.

 

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                        Lili Marleen

Für den Neubau der Lili Marleen, der von der Elsflether Werft verwirklicht wurde, sollte natürlich die Lili persöhnlich angefertigt werden. Da es keine genaue Vorstellung gab, wie diese Frau ausgesehen haben könnte, arbeiteten wir ohne Vorlage. Wir konnten der Phantasie freien Lauf lassen. Für diese Arbeit wurde auf der Nobiskrug - Werft in Rendsburg aus Kanthölzern ein Kiefernblock zusammengeleimt. Auf diesen Block wurden die Maße und Konturen übertragen, um eine Vorstellung von der Gestalt zu bekommen. Mit der Kettensäge und dem Beil näherten wir uns der goben Form an, die sich mit großen Schnitzmessern konkretisierte.Mit immer feiner werdenden Werkzeugen,bis hin zum Skalpell, wurde jedes Detail ausgearbeitet und anschließend glatt geschliffen. Nach den Bildhauer-arbeiten wurde die Figur imprägniert und lackiert.

Auf der Elsflether Werft wurde die Galionsfigur befestigt.Die an den Steven geschweißten Bolzen wurden durch die Bohrungen im Brustbereich der Figur geführt und verschraubt.Die Bohrlöcher wurden anschließend mit Holz wieder" verproppt ". Nochmals lackiert, fallen diese Bohrungen nicht mehr auf. Direkt am Bug bekam sie den letzten Anstrich.

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                  Großherzogin Elisabeth

1994 knüpften wir den ersten Kontakt zu Herrn Cpt. H. W. Janssen, Präsident des Schiffahrtsvereins in Elsfleth, und boten unsere Dienste als Galionsfigurenschnitzer an, die der Kapitän mit Begeisterung annahm. Herr Janssen wünschte eine Frauengestalt, die der echten Großherzogin ähnlich sein sollte. Zur Vorlage diente eine alte Photographie aus dem Jahre 1908 - ein gut erhaltenes Porträt der Großherzogin Elisabeth. Die Größe der Figur sollte ca. 1,70 Meter betragen und auf einer goldenen Krulle, einer typischen Schiffsverzierung, stehen. Zu Beginn wurden 2 qbm Kiefernholz zu einem Block verleimt. Auf diesen wurde die Gestalt übertragen.

 
Schulschiffverein " Großherzogin Elisabeth " e.V. Rathausplatz 7
26 931 Elsfleth
Tel : ( 04404) 95 00 - 0
Fax : ( 04404 ) 96 02 24
Telex 2 52 35 und 2 52 36
 
     

      Horst Werner Janssen       Kapitän und Reeder

Schiffsbiographie

Im Jahre 1909 lieferte die holländische Werft Jan Smit in Ablasserdam den ersten mit einem Dieselmotor ausgerüsteten Frachtsegelschoner der Welt mit dem Namen San Antonio an seinen Auftraggeber ab. Das war zu jener Zeit ein mutiger Schritt in die Zukunft. Der heiligeSan Antonio, der es möglich machen soll, Verlorenes wiederzufinden, stand bei der Namensgebung Pate. Die San Antonio kam nach wechselvoller Geschichte als Großherzogin Elisabeth im März 1982 nach Elsfleth. Bereits 1901 war ein Rahsegler Großherzogin Elisabeth, Heimathafen Elsfleth, vom deutschen Schulschiffverein in Dienst gestellt worden. Der nautisch - seemännische Nachwuchs wurde auf diesem Schiff traditionsbewußt erzogen und ausgebildet. Auch heute noch wird die Großherzogin Elisabeth als Schulschiff genutzt. Dem jungen Seemann sollen neben dem Umgang mit modernsten nautisch - technischen Geräten lebensnotwendige praktische Erfahrungen und der Umgang mit den Naturgewalten vermittelt werden.

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                   Fridtjof Nansen

Ein weiteres, besonders in Skandinavien bekanntes Segelschiff, die Fridtjof Nansen, bekam 1997 eine Galionsfigur.

Sie stellt einen Inuit - Jäger dar, der mit einer Knochenharpune am Bug des Großtoppsegelschoners nach Beute Ausschau hält. Entworfen wurde diese archaische Gestalt von Birgit Hartmann auf dem Hintergrund der Reisen des norwegischen Diplomaten und Polarforschers Fridtjof Nansen und seinen intensiven Beziehungen zu den arktischen Völkern.

Die Galionsfigur wurde aus einem ganzen Ulmenstamm herausgearbeitet. So blieb die wunderschöne, ausgeprägte Maserung und Farbe des Holzes erhalten. Beizungen in verschiedenen Farbtönen kontrastierten das Gesicht und die Haare gegenüber Kapuze und Anorak des Inuit.

Traditionsegler Fridtjof Nansen e.V.

Mr. Temme
Grönenweg 23
D-22 549 Hamburg
Germany
Tel.: +49 (0) 40 / 803 374
Fax: +49 (0) 40 / 800 72 56

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                         Antigua

Die niederländische Barkentine "Antigua" wurde im Rahmen der Veranstaltung Jade Weser Port - Cup 2003 in Wilhelmshaven mit einer Galionsfigur geschmückt.
Die Idee entstammt aus der Verbindung Detlev Weide, Weide - Projektbetreueng Wilhelmshaven und Peter Westphal, Westphal Maritim mit den beiden Schiffbildhauern Birgit und Claus Hartmann, die auch den Jade Weser Port Cup einer Meerjungfrau entworfen und angefertigt haben.

Detlev Weide und Peter Westphal brachten die Wilhelmshavener Oceanis AG - Deutschlands einzige virtuelle Unterwasserstation - mit an den Tisch.

Als besonders Ereignis war im Rahmen des Jade - Wochenendes in Wilhelmshaven der 160 Zentimeter große hölzerne Rohling für die Galionsfigur vor dem Oceanis Gebäude, am Bontekai zu sehen . Informationen rund um die Galionsfiguren und Segelschiffe für die die Hartmanns gearbeitet haben vervollständigten das Projekt.

Die Befestigung der Galionsfigur wurde durch das Wilhelmshavener Unternehmen TURBO TECHNIK REPAIRYARD übernommen.

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                     Signora del Vento

Am 12. September 1998 wurde die Galionsfigur durch Nina Gräfin von Pfeil feierlich enthüllt. Mit geladenen Gästen, Medien- vertretern, Musik und Buffet legte die Peace zur Jungfernfahrt mit ihrer neuen Galionsfigur ab.

Nina Gräfin von Pfeil und Ehemann Dirsko Graf von Pfeil während der Feierlichkeiten zur Enthüllung der Galionsfigur der "Peace".

 

Die Geschichte des Schiffes

Die Peace wurde 1962 als Ozeantrawler gebaut und hat alle Ozeane und Weltmeere als Expeditionsschiff befahren. Von 1990 bis 1992 wurde die Peace vollständig renoviert und zu einem einzigartigen Großsegler mit dem Komfort eines Kreuzfahrtschiffes umgebaut. Aus dem Expeditionsschiff wurde ein Sail - Training - Ship in einer Größenordnung, von denen es weltweit nur noch wenige gibt. Die Peace ist als Barkentine getakelt. Obwohl das Schiff von der Takelung her vollständig den Traditionsseglern entspricht, sorgen modernste technische Einrichtungen für ein Höchstmaß an Sicherheit.

2006 wurde das Schiff von der "Italian Society of Navigation" gekauft und komplett restauriert. Seitdem fährt sie unter italienischer Flagge.

 

 

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